Junkersdorf. EM vorbei, Sport schon wieder. Freitag und Samstag siebte die Deutsche Sporthochschule kräftig bei der Sporteignungsprüfung aus. 20 Übungen galt es zu überstehen, nur ein Defizit durfte sich jeder Aspirant erlauben. 1200 junge Männer und Frauen traten an.

Auf Mannschaftsspiele folgte Leichtathletik, dann Rückschlagspiele, dann Schwimmen. Und dann noch Turnen: Die Klimmzüge schafften noch die meisten, bei der Bodenkür hagelte es die Defizite. „Das reicht nicht“ konstatierte der Prüfer ruhig nach einem misslungenen Rad oder einer unsicheren Rolle rückwärts. Für manchen Prüfling war es emotionaler: Wer das zweite Mal scheiterte, war raus. Für mindestens ein halbes Jahr ist ihm der Weg an die DSHS versperrt. Es flossen vereinzelt Tränen über verschwitzte Gesichter. Die Diskussion wagte kaum einer. Nach fast zwölf Stunden stand die letzte Entscheidung an: Ein Lauf über 2000 (Frauen) oder 3000 Meter (Männer) – ihn musste jeder, der noch übrig war, überstehen. Am Ende schafften, ganz nüchtern, 46,24 Prozent der Angetretenen den Lauf und damit den Test. Anders ausgedrückt: 694 Aspiranten musste nach Hause fahren. Und dort weiter trainieren für den nächsten Test – oder sich an anderen Unis für Sport bewerben. „Das ist ja hier schließlich der härteste Test Europas“, raunt ein (Ex-)Teilnehmer.