Nein, eigentlich sehe man sich schon ganz gerne vorher an, wer da für acht Wochen ins Zimmer kommt, schreibt die Frau. Der Frau gehört ein kleines Zimmer in einer kleinen WG in einer kleineren Stadt. Das Zimmer ist ungefähr ein Drittel billiger als der Marktpreis in der Stadt, hat Telefon, Internet, sogar ein Süddeutsche-Abo. Gerade eine Mitbewohnerin wolle schon die Person treffen, mit der sie sich zwei Monate lang Küche und Bad teilen soll. Man melde sich wieder.
Heute abend der Anruf. Ja, okay, das Zimmer gehört mir. Die Mitbewohnerin ist auch einverstanden. Sind ja auch nur acht Wochen. Das wird auf jeden Fall werden. Und überhaupt: „Ich habe bei dir ein gutes Bauchgefühl.“ Wie bitte? Sie habe kurz mal auf mein Profil im StudiVZ geschaut. Das wirkte sympatisch, mit einigen Gruppen habe sie sich identifizieren können. Das habe den Ausschlag gegeben. Prima: Mehr Daten fürs VZ!


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13. Juli 2008 um 12:08
chemnitzblog
Schöne Geschichte, aber den Aufruf am Ende kann man ja höchstens ironisch verstehen…die Gegenseite ist doch wenn der Mitbewerber vielleicht das schönere Profil hat und deshalb klammheimlich das Zimmer bekommt. Da würdest du ja nie erfahren dass es evtl. an deinen Studivz-Gruppen oder an den Fotos von der letzten Party lag!
Ach und was Technisches: Tags trennt man mit Komma, funktioniert sonst nicht. Ein Klick auf die Links und ihr versteht warum.
Viele Grüße
Chemnitzblogger