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Junkersdorf. EM vorbei, Sport schon wieder. Freitag und Samstag siebte die Deutsche Sporthochschule kräftig bei der Sporteignungsprüfung aus. 20 Übungen galt es zu überstehen, nur ein Defizit durfte sich jeder Aspirant erlauben. 1200 junge Männer und Frauen traten an.

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Eigentlich ist es völlig egal, wer Europameister wird. Deutschland (seit gestern: warum nicht?), Türkei, Niederlande (schon länger: warum nicht?), Kroatien, Italien (ganz sicher: darum nicht!), Spanien, Russland. Fest steht: Am Abend des Finals, am 29. Juni, wird Köln spätestens gegen 23 Uhr ein einziges Hupkonzert sein.

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ich will ja wirklich kein spielverderber sein. poldi und schweini haben hinreißend gespielt gestern, es war schön ihnen zuzujubeln, keine frage. ich habe auch nichts gegen schwarz-rot-gold und deutschland finde ich auch prima. aber die deutschen fans nerven. Read the rest of this entry »

meine hamburg-wette habe ich verloren. jene mit der weltoffenheit meiner stadt. gestern spielten sich hier an der elbe unschöne szenen ab. Read the rest of this entry »

Machabäerstraße/Eigelstein. Italien-Holland also. Sicherlich gutes Spiel. Außerdem wohnen wir am Eigelstein, der hat nicht nur die historische Tor-, sondern ist auch eine türkische und italienische Hochburg. Und da wir ja schließlich weltoffen, versöhnlich und anpassungsfähig sind, schauen wir das Spiel am besten in dem kleinen italienischen Laden im Nachbarhaus. Unter Italienern, versteht sich. Zumindest haben wir das so verstanden. Read the rest of this entry »

Neumarkt. Zwei Männer steigen in die Straßenbahn ein. Beide haben eine Flasche Kölsch bei sich. „Ich weiß Dinge, die du nicht weißt, und du weißt Dinge, die ich nicht weiß“, sagt der eine Mann. Er hat graue Haare und trägt ein Baseballcape. Er stellt die Wolworth-Tüte auf einen Sitz sich gegenüber. An seinen Händen blitzen Tattoos auf. Sie erinnern an ein Leopardenmuster. Read the rest of this entry »

Wer geht an einem Dienstag um zehn Uhr nachts durch die Straßen Kölns? Welche Menschen laufen dann die Hohe Straße entlang, vom Dom bis zur Galeria Kaufhof?

Kein Prototyp, so viel ist klar.

Fangen wir mit den Pärchen an. Read the rest of this entry »

Altstadt-Nord, An der Rechtschule. In der schmalen Einbahnstraße parkt ein großer WDR-Lastwagen auf der Straße, der Fahrer lädt Kisten aus und hat es dabei nicht sonderlich eilig. Immer eine Kiste holt er aus dem schier unendlichen Stauraum seines LKWs und verschwindet damit in der Hofeinfahrt. Dann kommt er wieder, holt die nächste Kiste. Hinter dem LKW bildet sich langsam eine Schlange von wartenden Autos. Ganz vorne ein weißer Transporter. Der Platz zwischen dem LKW und den parkenden Autos ist schmal, aber er ist breit genug, auch für den Transporter. Trotzdem zögert der Fahrer, immer wieder guckt er aus dem Fenster, versucht den Platz einzuschätzen. Die Autofahrer hinter ihm werden ungeduldig, alle haben es eilig. Es ist morgens, kurz vor 10 Uhr, die meisten sind unterwegs zur Arbeit. In der Schlange steht auch ein Streifenwagen. Plötzlich wird es den Polizisten zu blöde, einer von ihnen greift zum Mikrophon. „Könnte der weiße Transporter bitte mal weiterfahren!“, schallt es über die Lautsprecheranlage auf dem Dach des Polizeiwagens durch die Straße.

Gut, dass nicht jedes Auto über eine solche Anlage verfügt. Nicht alle Autofahrer hätten die höfliche Ausdrucksweise des Polizeibeamten gewählt, um ihrem Ärger Luft zu machen.

Köln ist Medienstandort. Da bietet es sich natürlich an, auch einige Serien hier zu produzieren. Mein absoluter Favorit der Kölner Produktionen ist „LiebesLeben“. Es geht in ihr um fünf Singles Anfang 30 und ihrer Suche nach einem kleinen bisschen Glück. Dabei werden die Probleme der Charaktere durchaus ernst genommen, aber es wird sich trotzdem über die absurden Situationen lustig gemacht, in denen sie stecken.
Diese Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor gelingt in dieser Form sonst nur Scrubs.
Die Serie ist bei weitem nicht die beste Serie geworden, die es gibt. Aber ihr gelingt das Kunststück, Ernsthaftigkeit und gut getimte Pointen zu vereinen und ist damit herrlich leicht ohne flach zu wirken.
Das Wichtigste ist aber: Köln wird dabei so gut in Szene gesetzt, dass man sich nicht entscheiden kann, ob man es hassen oder lieben soll. Es ist urbaner Albtraum und romantische Kleinstadt zugleich.

Wer jetzt Lust bekommen hat kann sich die erste Folge der Serie hier ansehen.