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Glockengasse. Die perfekt geschminkten Lippen verziehen sich zu einem Lächeln. Tomatenrot. Aber kein herzliches Lächeln, sondern nur so ein Mundwinkel-Nach-Obenziehen mit zusammengepressten Lippen. Perfekt nachgezogenen zusammengepressten Lippen selbstverständlich. Man erwartet ein „Was-kann-ich-für-sie-tun?“ aus diesen Lippen. Der Lidstrich akkurat nachgezogen, die Wimpern weit nach oben getuscht, klumpenfrei natürlich, so dass der Blick offen ist. Die schulterlangen Haare, honigblond würde die Werbung wohl sagen, fallen in einer sanften Auswärtsbewegung auf die Schultern. Keines tanzt aus der Reihe. Dunkelblauer Anzug. Die dezent manikürten Hände, nicht lang und mit Glitzersteinen wie bei den Verkäuferinnen bei Edeka, rücken hier ein Fläschchen zurecht, ziehen da an der Tischdecke, richten ihr türkisgoldenes Seidentuch, dass in einem X-gefaltet um den Hals liegt. Der Blick dabei aber immer auf die Tür gerichtet, immer ein „was-kann-ich-für-sie-tun?“ auf den Lippen. Kling-klong, die Türklingel geht. Read the rest of this entry »
hamburg ist die weltoffene metropole mit dem vielen wasser. an den schönsten ecken kann man kilometerweit über die alster schauen. am hafen laufen schiffe in die weite welt aus, und wenn man auf den ufermauern der elbe sitzt, womöglich noch mit einem bier in der hand, kann man von fernen ländern träumen wie nirgendwo sonst.
köln hat den dom und den friesenplatz. überall herrscht gepflegte enge. die stadt ist der perfekte ort für kleinbürger, spießer und prolls. ich distanziere mich hiermit von der stadt meiner kindheit. wenn auch nur, um euch herauszufordern. Read the rest of this entry »


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